Bestellung, Befugnisse, Organisation
Erlaubnis, Betriebsstätte, Bestellung, Organigramm, Stellenbeschreibung, Ressourcen und Eskalationsrecht abgleichen.
Pharma-Großhandel · Schulung 02
Aufgaben, Entscheidungsrechte, Delegation, Aufsicht und persönliche Verantwortung der Verantwortlichen Person anhand realer GDP-Entscheidungen trainieren.

Verantwortliche Person · AM-HandelsV und GDP
Die Bestellung einer verantwortlichen Person genügt allein nicht. Für jede Betriebsstätte ist nach § 2 AM-HandelsV mindestens eine verantwortliche Person zu bestellen. Sie braucht klare Befugnisse, geeignete Informationen, belastbare Vertretungswege und ein funktionierendes QMS. Der Kurs übersetzt § 2 AM-HandelsV und EU-GDP 2.2 in konkrete Entscheidungen.
Zielgruppe
Bestellte oder vorgesehene verantwortliche Personen, Vertretungen sowie Geschäftsführung und Qualitätsfunktionen, die Zuständigkeiten gemeinsam festlegen.
Klare Grenze
Der Kurs verleiht keine gesetzliche Bestellung oder Sachkunde kraft Teilnahme und ersetzt keine Prüfung der konkreten Erlaubnis, Organisationsstruktur oder individuellen Haftungssituation.
Konkrete Lernziele
Erlaubnis, Betriebsstätte, Bestellung, Organigramm, Stellenbeschreibung, Ressourcen und Eskalationsrecht abgleichen.
SOPs, Aufzeichnungen, Schulung, Abweichungen, Änderungen und Managementinformation verbinden. Prüfen, ob Verfahren befolgt und aktualisiert werden.
Bezugs- und Abgabeberechtigung sowie Annahme und Auslieferung prüfen. Entscheidungen zu gesperrter Ware, Retouren und Rückrufen zuweisen.
Festlegen, wer ausführt, entscheidet, informiert wird und den Nachweis führt. Urlaub, Krankheit und Wochenenden an einem Abweichungsfall testen.
Transportvertrag auf Verantwortlichkeiten und Meldungen prüfen. Selbstinspektionsbefund, Maßnahme und Wirksamkeitsprüfung nachhalten.
Erlaubnisangaben, Änderungen, Inspektionsunterlagen und sachliche Antworten vorbereiten. Pflichten der VP von Betreiberpflichten unterscheiden.
Praxisfälle mit Lösungsweg
Ausgangslage: Eine Kühltransportsendung zeigt eine Abweichung. Die benannte VP ist nicht erreichbar; die Vertretung hat keine dokumentierte Entscheidungsbefugnis.
Lösungsweg: Ware sichern und Abweichung dokumentieren. Eine fehlende Vertretungsregel wird nicht durch spontane Freigabe ersetzt. Zuständigkeit, Kompetenz, Erreichbarkeit, Rückinformation und Dokumentation werden verbindlich geregelt und mit einem Testfall geprüft.
Ausgangslage: Die Kundenberechtigung ist abgelaufen; ein wichtiger Kunde wartet. Die Geschäftsführung bittet um eine Ausnahme.
Lösungsweg: Die Berechtigung wird belastbar geklärt und dokumentiert. Die VP erläutert Risiko und benötigten Nachweis und eskaliert den Konflikt. Eine mündliche Weisung ersetzt die Prüfung nicht; individuelle Haftungsfragen erfordern eine Einzelfallprüfung.
Ausgangslage: Die bestellte VP scheidet unerwartet aus; eine fachkundige Person übernimmt vorläufig Aufgaben.
Lösungsweg: Der Erlaubnisinhaber stellt die Handlungsfähigkeit für die Betriebsstätte sicher. Nach § 52a Abs. 8 AMG wird der unvorhergesehene Wechsel unverzüglich angezeigt; Bestellung, Organigramm, Vertretung und QMS werden zusammen aktualisiert.
Prüfsituationen
Verbindlicher Kursbestandteil
Teilnahme allein belegt noch keine sichere Anwendung. Wissensfragen und ein neuer Entscheidungsfall prüfen Verständnis, Rollenabgrenzung und den richtigen nächsten Schritt.
Lösung: Mindestens eine je Betriebsstätte.
Lösung: Ja, aber nicht ihre Verantwortung; Befugnis, Aufsicht und Nachweise müssen klar sein.
Lösung: Erreichbarkeit, Entscheidungsbefugnis, Dokumentation und Rückinformation an die VP.
Lösung: Nein. Die Berechtigung ist nach dem festgelegten Verfahren zu prüfen.
Lösung: Nein. GDP-relevante ausgelagerte Tätigkeiten sind zu definieren, zu vereinbaren und zu kontrollieren.
Lösung: Programm und Umfang, objektive Befunde, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Nachverfolgung.
Lösung: Unverzüglich durch den Erlaubnisinhaber gegenüber der zuständigen Behörde.
Vorgeschlagener Maßstab: mindestens 80 Prozent der Wissensfragen richtig und im Abschlussfall keine ungesicherte Freigabe oder vergleichbare kritische Fehlentscheidung. Fehler führen zu Rückmeldung, gezielter Nachschulung und erneuter Lernkontrolle. Die Prozentgrenze ist eine Kursregel, keine gesetzliche Vorgabe.
Vorschlag: ein Inhouse-Workshop von etwa sechs Stunden zuzüglich Pausen oder zwei Live-Online-Blöcke, möglichst mit VP, Vertretung und Geschäftsführung oder Qualität. Die Bescheinigung ersetzt weder Bestellung noch behördliche Anforderungen.
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Diese Angaben genügen für einen ersten fachlichen Zuschnitt; ein Termin, Umfang oder Akkreditierungsstatus wird erst nach Prüfung bestätigt.
Fachliche Verantwortung
Amtliche und fachliche Primärquellen
FAQ
Aufgaben, Entscheidungsrechte, Delegation, Aufsicht und persönliche Verantwortung der Verantwortlichen Person anhand realer GDP-Entscheidungen trainieren. Im Mittelpunkt stehen konkrete Entscheidungen, Prozesse und der sichere Transfer in den Arbeitsalltag.
Die Schulung richtet sich an Verantwortliche Personen und Geschäftsführung im pharmazeutischen Großhandel, Qualitätssicherung, Einkauf und Vertrieb, Lagerleitung und operative Teams. Inhalt und fachliche Tiefe werden an Rollen und Vorwissen angepasst.
Ja. Das Thema kann als Inhouse-Training, Live-Online-Training, Workshop oder Bestandteil eines mehrstufigen Qualifizierungsprogramms durchgeführt werden.
Mit einem fachlichen Wissenscheck und einer Fallentscheidung zu Benennung, Vertretung und tatsächliche Entscheidungsrechte abgleichen. Je nach Rolle kommt eine beobachtete Prozessübung oder ein Transferauftrag hinzu. Ergebnisse und notwendige Nachschulungen werden dokumentiert.
Die Teilnehmenden verbinden fachliche Grundlagen mit Rollen, einem realistischen Fall, einem konkreten Arbeitsergebnis und einem vereinbarten Transfer in ihren Arbeitsalltag.
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